Mai 2021: Namenstafel

Foto: Petra Diederich
Foto: Petra Diederich

Ein neues Highlight auf der Heide:

In liebevoller Handarbeit hat Klaus eine Namenstafel für unsere Heidschnucken erstellt.

Jetzt können alle Besucher der Heide sehen wie unsere Schafe heißen.

Natürlich steht unser Liebling "Schorschi" ganz oben.Die Tafel steht direkt an der Treppe zum Stall, auf der Bonefelder Heide, auf dem Beulsberg.

 

Kommen Sie vorbei und besuchen Sie mal Schorschi, Lila, Siska, Schorgina, Mona, Linda und Milli.

 

Es lohnt sich immer.

gez. Petra Diederich


Mai 2021: Renter-ABRISS-Gemeinschaft

Seit längerem war geplant, die Heidelandschaft in Bonefeld zu erweitern.

Vieles kam in der Zeit dazwischen und auch die ehemaligen Eigentümer konnten die Hinterlassenschaften nicht mehr beseitigen.

Was tun? 

Gemeinsam mit der Ortsbügermeisterin Claudia Runkel wurde der Plan entwickelt, dass der NABU den ehemaligen Garten freiräumt. Die Container wurden von der Ortsgemeinde gestellt.

Nur gemeinsam kommen wir  voran.

Aus der Rentner-Arbeitsgemeinschaft wurde im April und Mai die „Rentner-Abrissgemeinschaft“. Aber was tut man nicht alles für die Natur. Als erstes galt es den Zaun zu entfernen, damit der Zugang zum Grundstück frei war. Peter und Klaus organisierten den Containerdienst. Dank Peters Traktor konnte die Hütte zum Einsturz gebracht werden.

Jetzt ging es richtig zur Sache. Die Hütte, inklusive Plumpsklo wurde demontiert. Steine, Holz und Metalle getrennt in die Container verladen. Gut, dass die Rentner-AG verstärkt wurde. Rudolph und Harald interessierten sich für die Rentner-AG. Sie wollten sich alles mal anschauen und packten gleich mit an.

Zum Abschluss gab es für alle eine Stärkung. Danke dafür Lucia!

Über 60 Arbeitsstunden und mehr als 10 Container wurden gebraucht, um die Fläche zu säubern.

Jetzt kann es weitergehen. Die Umzäunung der Magerwiese kann folgen und die Heidelandschaft wächst weiter.

gez. Uwe Waschke 

Fotos: Uwe Waschke


April 2021: Lammzeit auf der Heide

Die Lammzeit ist eine aufregende Zeit im Jahr.

Unsere Heidschnucken lammen nach 150 Tagen Tragzeit zwischen März und Mai. Dies tun die Schafe zwar völlig selbstständig, aber trotzdem ist man immer ein bisschen besorgt ob alles gut geht. Oftmals werden Zwillinge geboren.

Die "Kleinen" kommen innerhalb von 2 Stunden zur Welt und stehen bereits 30 min später auf den wackligen Beinchen. Die Mutter leckt sie trocken und gibt dabei keckende Laute von sich um die Mutter-Kind Bindung aufzubauen. Sobald die Lämmchen stehen suchen sie nach dem Euter der Schafsmutter. Anfangs noch sehr unbeholfen und an falschen Stellen. Aber das wird von Stunde zu Stunde besser.

Mutter und Lamm erkennen sich an der Stimme und dem Geruch. Das erklärt auch, warum die Lammzeit eine laute Zeit ist. Denn bei den vielen schwarzen Lämmchen gerät die Zugehörigkeit auch mal durcheinander. Dann rufen Kind und Mutter nach einander und finden erst nach einiger Zeit wieder zu einander.

Alle Lämmer kommen mit schwarzem Fell zur Welt. Erst nach 5 bis 6 Monaten wechselt die Farbe nach braun. Und erst nach der ersten Schur, wenn sie bereits über ein Jahr alt sind, bekommen sie das typische weiß-schwarze Fell.

Naturrassen, wie die Heidschnucken, lammen wenn das erste Grün auf den Wiesen sprießt. Das Eiweiß im frischen Gras ist wichtig für die Milch der Muttertiere.

Die Herde des Nabu Rengsdorf hat 6 Muttertiere und einen Hammel. Das erste Lamm kam dieses Jahr am 08. APRIL zur Welt. Mittlerweile sind es 9 Lämmchen.

Es ist wunderschön den Lämmchen zu zusehen. Deshalb lohnt sich ein Besuch der Bonefelder Heide momentan doppelt.

Kommen Sie vorbei und genießen die frechen Lämmchen.

Wir freuen uns auf Sie.

Gez. Petra Diederich

Fotos: Petra Diederich


Der Schafsdienst bei den Heidschnucken – ein ganzjähriges Naturerlebnis-Abenteuer für Kinder

Der Donnerstag ist bei uns Abenteuertag: da ziehen meine beiden Helfer (5 und 8 Jahre alt) und ich nachmittags los zum Schafsdienst bei „unseren“ Heidschnucken.

Sobald die Weide in Sicht kommt und die ersten Schafe, noch aus der Entfernung, zu sehen sind, verbreitet sich unter uns freudige Aufregung: Wer kann die meisten Schafe erkennen? Sind denn auch alle da?

Die Vorfreude wird zum Glücksgefühl, wenn die Tiere uns schließlich entdecken und uns erwartungsvoll blökend entgegenlaufen.

Was dann folgt, ist auch für meine beiden fleißigen Helfer längst zur Routine geworden: Zunächst einmal überprüfen wir die Herde auf Vollzähligkeit. Wir versichern uns, dass es allen Tieren augenscheinlich gut geht und verteilen Streicheleinheiten, wobei Schorschi, der zutrauliche Hammel, stets eine Extraportion einfordert. Er ist es dann auch, der uns meist zu unserer nächsten Station, der Heuraufe, begleitet. Dort lockern wir das Heu auf und schieben es so nach außen, dass es für die Schafe wieder leicht erreichbar ist. Als nächstes wird dann das Wasser in den Wassereimern ausgetauscht oder aufgefüllt und zu guter Letzt der Weidezaun einer Sichtkontrolle unterzogen.

Nachdem wir die Arbeit erledigt haben, ist unser Abenteuer jedoch noch nicht zu Ende; je nach Jahreszeit gibt es noch vieles auszuprobieren, zu beobachten, zu tun und zu entdecken:

Im Frühling zieht uns der Zauber der Lammzeit in seinen Bann, im Sommer sind wir Zuschauer beim Heuschrecken-Weitsprungwettbewerb auf der Heide, im Herbst helfen wir den abgeblühten Heidepflanzen durch Samenausstreu, sich auf der kargen Fläche oberhalb der Heide anzusiedeln und im Winter messen wir unsere Kräfte beim Ausstechen des hartnäckigen Ginsters.

Langweilig wird es uns bei unserem Naturerlebnis-Abenteuer nie!

Gez. Lisa Schmidt

Fotos: Lisa Schmidt


Januar 2021: Arbeitseinsatz Herdenschutz

Da die Wolfssichtungen auch in unserer Gegend häufiger werden und der Westerwald als Präventionsgebiet ausgewiesen ist, gilt es unsere Schafsherde vor Angriffen zu schützen. Die vorhandenen Zäune unserer Beweidungsflächen werden dazu mit Stromlitzen ausgerüstet. Die Schafe des Nabu Rengsdorf beweiden 2 unserer Streuobstwiesen und die Bonefelder Heide. Im vergangenen Jahr wurde die Rengsdorfer Streuobstwiese bereits wolfssicher gemacht.

Im Januar 2021 nun auch die Streuobstwiese in Bonefeld (siehe Fotos). Leider konnten wir wegen Corona  zu keinem großen Arbeitseinsatz aufrufen.

Die größte Fläche, auf der sich die Heidschnucken bewegen, ist die Bonefelder Heide mit den angrenzenden Weideflächen. Hier läuft aktuell ein Förderantrag bei der Stiftung für Natur und Umwelt, Rheinland-Pfalz. Die SNU fördert Maßnahmen für den Herdenschutz. Sobald der Antrag durch ist legen wir mit der Arbeit los. Die Fläche in Zaun Nähe muss freigeschnitten werden, Löcher in die Pfähle gebohrt, Isolatoren eingeschraubt und Litzen gezogen werden. Ab sofort kommt mehr Arbeit auf uns zu, da die Stromlitzen freigehalten werden müssen. D.h. es muss pausenlos darauf geachtet werden, dass das Gras keinen Kontakt zur Litze hat. Also muss vermehrt unter den Zäunen gemäht werden. Hierzu hat sich der NABU zwei Freischneider angeschafft. Frei nach dem Motto: "es gibt viel zu tun, packen wir's an." Wer uns bei den anfallenden Arbeiten helfen möchte, kann sich gerne bei Petra Diederich melden.

Fotos: Petra Diederich


Pressemitteilung  Kurtscheid, 31.01.21

Es gibt nicht nur Heidschnucken auf der Bonefelder Heide

 

Die Heide ist eine wertvolle und seltene Kulturlandschaft. Um dieses Kleinod, die Bonefelder Heide, vor dem Verbuschen zu schützen, wird sie mit den Heidschnucken des NABU Rengsdorf beweidet. Auf dem nährstoffarmen Boden wachsen viele konkurrenzschwache Arten, die sich auf intensiv genutzten Bewirtschaftungsflächen nicht durchsetzen könnten. Um die Entwicklung der Flora und Fauna der Bonefelder Heide zu bewerten findet alle 2-3 Jahre eine Kartierung der Blumen, Heuschrecken und Schmetterlinge statt. Letzten Juli machte Lara Näckel ein 8 wöchiges Praktikum beim NABU Rengsdorf. Sie studierte an der Universität in Trier und hat mittlerweile ihren Bachelor of Science in Umweltbiowissenschaften. Innerhalb ihres Praktikums bestimmte sie vom 06.07. bis 14.07.20 die Flora und Heuschrecken der Bonefelder Heide. Dafür wurden täglich Heuschrecken mit dem Kecher oder dem Glas gefangen, bestimmt und fotografiert. Lara konnte in diesem Zeitpunkt 15 verschiedene Heuschreckenarten und 30 Blütenpflanzen finden. Die Vielfalt ist enorm. Am 20.07.20 lag das Augenmerk auf der Bestimmung der Schmetterlinge. 

  

Bericht: Petra Diederich, Fotos: Steffen Zibolsky, Gerhard Schmidt