Neuigkeiten vom Hofgut Adenroth

Dank der Beharlichkeit von Petra Steinhauer fand am 17.01. eine Ortsbegehung statt.

Ziel war es, eine Lösung für die anstehende Kröten-wanderung zu finden.

Dabei waren die maßgebenden Leute von Kreisbehörden, Jagdpächter und dem Betreiber von Gut Adenroth.

 Unser Vorschlag, eine zeitlich befristete Sperrung der Landstraße L304 durchzuführen, wurde von der Kreisbehörde abgelehnt.

Grund hier war, dass eine Kontrolle wie auch der Auf- und Abbau der Straßensperrung in den Morgen- wie Abend-stunden von den Stellen Polizei wie Straßenmeisterei nicht zu leisten wäre.

Daraufhin wurde gemeinsam die Lösung für dieses Jahr entwickelt, die Krötenwanderung vom Hang hinter dem Hofgut abzuleiten.

Dies hätte den Vorteil, dass die Kröten von der Straße weggeführt werden. Leider war der Betreiber vom Gut Adenroth grundsätzlich gegen diesen Vorschlag.

Was konnten wir bei diesem ersten Treffen erreichen?

Die Straße wird in diesem Abschnitt mit Warnhinweisen inklusive Warnblink ausgerüstet.

Es wird eine Geschwindigkeitsmessung in diesem Abschnitt durchgeführt, um festzustellen, ob eine Reduzierung der Geschwindigkeit notwendig ist.

Die Kreisbehörde wird sich an der Ausstattung eines Krötenzaunes für diesen Abschnitt beteiligen.

Zur Absicherung der Sammelstrecke erhalten wir von der Kreisbehörde mobile Leitkegel mit Flash-Licht.

Mit dem Jagdpächter wurde vereinbart, dass der Feldweg am Hang gesperrt werden kann.

Eine Zufahrtsmöglichkeit wird eingerichtet. .

Als nächstes wird der Arbeitseinsatz „Krötenzaun setzen“ geplant. Dieser wird bestimmt wie im vergangenen Jahr im Februar/März aufgebaut.

Wer dabei helfen möchte, kann sich gerne bei uns melden!

Wir freuen uns über jede hilfreiche Hand!!

Auch in Hardert und Ehlscheid…

Die Kröten warten nicht!

Fotos: Lucis Preilowski

Wie geht es weiter mit der Krötenumsetzung beim Hofgut Adenroth?

Aufgrund der Initiative von Petra Steinhauer fanden sich im letzten Jahr eine Gruppe von 18 Freiwilligen zusammen, um die unhaltbare Situation der Krötenwanderung auf der Landstraße zwischen Kausen und Breitenau beim Hofgut Adenroth adhoc zu verbessern.

  

Im Februar/März 2020 wurden 3 Zäune mit Sammeleimer gesetzt.

 

Es erfolgten in der Zeit 2-3 Sammlungen am Tag, bei der stärksten Wanderung der Tiere „wie ein Wasserfall“ sogar in 2 Schichten.

So konnten Dank des unermüdlichen Einsatzes der Freiwilligen in dieser Zeit 1.695 Tiere lebend zu ihrem Teich gebracht und gerettet werden.

Leider wurden auch 130 Tote Tiere auf der Straße gefunden. Diese wurden überfahren, Kiefer weggesprengt, innere Organe aufgrund der hohen Geschwindigkeit der Fahrzeuges geplatzt.

Wie geht es weiter?

Die Zäune sind suboptimal, da die Wege nicht komplett gesperrt werden können.

Unabhängig von dem hohen Zeitaufwand der Freiwilligen besteht immer eine hohe Unfallgefahr (Dunkelheit, zum Teil hohe Geschwindigkeiten der Fahrzeuge) beim Absuchen der Straße nach Tiere.

Am besten für alle Beteiligte wäre eine zeitweise Sperrung der Straße L304 zwischen Kausen und Breitenau.

Für Baumfällarbeiten oder Straßensanierung wurde die Straße zwischen Isenburg und Kausen auch gesperrt.

Warum kann es nicht auch für den Naturschutz erfolgen?

Petra Steinhauer beabsichtigt mit allen Beteiligten eine Vorort-Besichtigung durchzuführen und ist bereits mit der Verwaltung im Gespräch.

Wir hoffen auf eine schnelle Lösung, denn die nächste Wanderung steht in diesem Jahr wieder an.

Die Kröten warten nicht! 

Fotos: Petra Steinhauer

Krötenwanderung zwischen Hardert und Rengsdorf

2013

 

Ortsausgang Hardert und in der Nähe Hotel Obere Mühle wurde ein Krötenzaun aufgebaut.

Nach einem Aufruf in der örtlichen Presse meldeten sich spontan fünfzehn Naturfreunde, die bereit sind, die Harderter Amphibienfreunde bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

 

 

Presse

Achtung! Krötenwanderung in Hardert

Zum Schutz der vielen bedrohten Amphibienarten und der aktiven Helfer aus Hardert und Umgebung, bitten wir die Autofahrer, besonders während der Dunkelheit, in den frühen Morgenstunden und am Abend, während der Zeit der Krötenwanderung langsam zu fahren.

 

Wenn die Temperaturen in der Nacht über fünf Grad liegen und es vielleicht sogar noch regnet oder feucht ist, beginnen die Amphibien zu Ihren Laichplätzen zu wandern.

Die früh laichenden Amphibien wie Grasfrosch, Erdkröte und Bergmolch verlassen ihre Winterquartiere als erstes, um zur Fortpflanzung ihre Laichgewässer aufzusuchen. Die Amphibien ernähren sich haupsächlich von Würmern, Schnecken, Insekten usw. Sie stehen allesamt in der Liste der bedrohten Tierarten, da ihre Lebensräume weitgehend zerstört beziehungsweise verkleinert sind.
Der zunehmende Straßenverkehr, sowie das Zerschneiden der Lebensräume durch Straßen, führt dazu, dass bei der Krötenwanderung ein hoher Prozentsatz der hochzeitslustigen Tierchen überfahren wird.
Außerdem sterben viele Tiere vom allem an Chemikalien in der Umwelt, wie Pestizide, Schwermetalle und Stickstoffdünger, aber auch Pilz- und Viruserkrankungen.

Um die nützlichen Amphibien zu schützen, wurden von der Kreisverwaltung Neuwied Warnschilder aufgestellt.
Eine Maßnahme, die nicht nur die wandernden Kröten schützen sollen, sondern auch die zahlreichen Helfer, die sie einsammeln und sicher auf der anderen Fahrbahnseite wieder absetzen.

Der NABU Rengsdorf bittet die Autofahrer im Bereich zwischen Hotel Obere Mühle und Ortseinfahrt Hardert um erhöhte Rücksichtnahme.

Weitere Info erhalten Sie unter NABU Rengsdorf,

Peter und Lucia Preilowski, Telefon 02634 3206