Auf einer rund vier Hektar großen Fläche, die vor elf Jahren gekauft, gepachtet oder dem Naturschutz überlassen wurde, hat sich in beeindruckender Weise ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten entwickelt.
Im Laufe der Jahre wurden dort 20 Obstbäume gepflanzt. Neben dem alten Baumbestand prägen heute zahlreiche Schlehen- und Weißdornsträucher das Gelände und bieten Nahrung sowie Schutz für viele Tiere.
Ein besonderes Merkmal des Areals sind mehr als 25 Tümpel in unterschiedlichsten Formen und Tiefen. Gemeinsam mit Trockenrasen- und Feuchtwiesenbereichen entstand so eine außergewöhnlich vielfältige Landschaft mit zahlreichen Lebensräumen auf engem Raum.
Davon profitieren viele Amphibienarten wie Grasfrosch, Wasserfrosch, Erdkröte, Gelbbauchunke, Bergmolch, Fadenmolch und Feuersalamander. Auch Reptilien und Kleinsäuger wie Waldeidechse, Zwergmaus und Wasserspitzmaus sind hier heimisch geworden.
Ebenso bemerkenswert ist die Insektenvielfalt: Taumelkäfer, Zitronenfalter, Aurorafalter, Kleiner Eisvogel, Schachbrettfalter sowie viele weitere Schmetterlingsarten wurden bereits beobachtet.
Auch zahlreiche Vogelarten fühlen sich auf der Fläche wohl. Dazu zählen unter anderem Teichhuhn, Neuntöter, Mönchsgrasmücke, Gartengrasmücke sowie viele weitere Arten.
Seit dem Jahr 2026 wird die Fläche zusätzlich durch Zebus beweidet. Diese naturnahe Form der Pflege trägt dazu bei, die wertvollen Offenlandbereiche zu erhalten und die biologische Vielfalt weiter zu fördern.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich durch engagierten Naturschutz innerhalb weniger Jahre ein artenreicher Rückzugsort für Flora und Fauna entwickeln kann.
Gez. Wolfgang Völkl, Uwe Waschke
Fotos: Wolfgang Völkl