Dokumentation zum Bau des Insektenhauses

Das Haus

Wir bieten im Insektenhaus eine Vielzahl von unterschiedlichen Höhlensystemen an und hoffen auf viele solitär lebende Bienen und Wespen. Die Höhlungen sollten verschiedene Größen haben, da die anzulockenden Insekten verschieden groß sind und schon deshalb an die Brutröhren unterschiedliche Anforderungen stellen. Wir können Bruthöhlen im Durchmesser von 4 mm bis 10 mm und in Einzelstücken auch bis 12 mm anbieten. Am einfachsten können wir diese Anforderungen erfüllen, wenn wir Holzklötze mit verschieden großen Löchern aufbohren und diese an sonnigen Plätzen im Garten anbringen. Eine Aufschichtung von Hohlblocksteinen ist ebenfalls ein idealer Brutplatz, der zudem die Wärme noch lange speichert und so ein angenehmes Kleinklima für seine Bewohner schafft. Die Rückseite der verschiedenen Hohlkörper sollte verschlossen werden, damit eine zur Sonne ausgerichtete Sacköffnung als Brutraum entsteht.
Quelle: Eduard Morawski

 

Das Fledermaus-Spaltenquartier

Das hier gezeigte Quartier ist im seitlichen Dachüberstand relativ einfach und ohne großen Materialaufwand einzubauen. Für das Spaltenquartier wird die Westseite gewählt. Es ist als doppelwandiges Versteck konstruiert. Über den gesamten Sparrenbereich am Ständer wird eine Doppelwand aus unbehandelten sägerauhen, mit Nut und Federn versehenen Brettern hergestellt. Der Abstand der beiden Querwände wird aus einer sich nach oben verjüngenden Dachlatte gebildet. Der Spalt sollte oben 2,5 und unten 4,5cm aufweisen. Die Rückwand wird um ca. 10cm nach unten verlängert und bildet eine Landefläche. Glatte Oberflächen kann man noch durch Bearbeiten mit einem Stemmeisen zusätzlich aufrauhen. Für den Einbau der Fledermaus-Quartiere ist es sinnvoll, das Dach (Ständermaß LD) möglichst hoch anzusetzen. So entstehen zwischen Dachträger und Dachboden durch die Rückwand abgeschlossene Nischen, die als Quartier gern angenommen werden.

Quelle: Eduard Morawski

 

Das Fledermaus-Dachquartier

 Das für den Ostgiebel vorgesehene Dachquartier benötigt einen etwas größeren Raum. In der Zeichnung wird der Dachraum zwischen zwei Sparren genutzt. Dieses Angebot kann aber durch eine Ausweitung um mehrere Sparrenabständevergrößert werden. eine andere auch gängige Variante ist eine generelle Vergrößerung der gesamten Dachfläche um eine komplette Ziegelreihe. Das Quartier kann im oberen Bereich mit spaltenförmigen Versteckmöglichkeiten versehen werden. Außerdem bietet es den Fledermäusen mehr Raum für den sozialen Kontakt. Bei dieser Variante muss auch der Dachboden fugendicht gearbeitet werden. Die Wandungen bestehen wie im vorigen Fall aus unbehandeltem, mit Nut und Feder oder Falzen versehenen Brettern. Der Einflug erfolgt über ein Anflugbrett im Giebel. Die Öffnung sollte 10cm breit und 2cm hoch sein. Das Einflugbrett muss aufgerauht werden.

Quelle:Eduard Morawski