Welcher Vogel fliegt denn da?

Auf Einladung von NAJU (Naturschutzjugend) und NABU Rengsdorf machten sich junge und ältere Vogelfreunde unter fachkundiger Leitung von Dr. Thomas Wagner auf, um die Vogelarten der Streuobstwiesen Rengsdorf kennenzulernen.

Schon am Startpunkt der Exkursion, am evangelischen Kindergarten, konnten einige im Dorf lebende Vögel beobachtet werden: Amsel, Haussperling, Kohl- und Blaumeise wurden durch Ihren Gesang und ihre Rufe bestimmt. Auf dem Kirchturm konnte sogar ein Turmfalke ausgemacht werden. In den Hecken am Dorfrand sangen Mönchsgrasmücke, Zilpzalp und Zaunkönig ihren melodischen und zum Teil schmetternden Gesang.

Die Teilnehmer erfuhren, dass einige Vögel nur bei Bedarf im Winter in südlichere Gefilde ziehen, wie zum Beispiel der Star, andere aber lange Strecken in ihr Winterquartier zurücklegen, zum Beispiel Schwalben, Fitislaubsänger und Gartenrotschwanz.

In Ländern wie Italien, Frankreich, Malta, Zypern und Ägypten werden Zugvögel auf ihrer Reise in den Süden in großem Stil gejagt. So schießen Wilderer in Malta ziehende Greifvögel und Störche ab oder fangen Singvögel mit Netzen. In Nordafrika werden zur Zeit des Vogelzugs riesige Netze entlang des Mittelmeers gespannt. Sie erstrecken sich über 700 Kilometer. Dort werden illegal tausende von Singvögel gefangen, die von ihrer Reise über das Mittelmeer erschöpft am anderen Ufer ankommen. Gegen diesen Vogelmord geht der NABU vor und ist auf Spenden angewiesen (Informationen unter www.NABU.de). 

Neben dem illegale Singvogelfang sind Flächenversiegelung, Pestizide und der Verlust von Lebensräumen die größte Gefahr für unsere Vogelwelt. Elstern und andere Rabenvögel plündern als Nahrungsopportunisten zwar das ein oder andere Vogelnest, sie stellen aber keine Gefahr für die Vogelpopulationen in unseren Gärten dar.

Bei dem Rundgang durch die Apfelwiesen wurden außerdem Rotkehlchen, Kleiber, Fasan, Gartenrotschwanz und Grünspecht identifiziert. Dr. Thomas Wagner erzählte dabei kindgerecht auf anschauliche Weise allerlei Interessantes zu den einzelnen Vogelarten und deren Gesang. Lucia Preilowski listete die erkannten Vogelarten auf: „Insgesamt haben wir heute 25 Vogelarten gehört oder gesehen, ohne Rotmilan und Mäusebussard, die normalerweise hier ihre Kreise ziehen.“ Bei dem kühlen Wind ließen sich aber leider nicht alle Vögel sehen oder hören ….