Vortrag von Wolfsbotschafter Willi Faber

Beim Stammtisch am 16. Januar 2018 hielt Willi Faber einen spannenden Vortrag über seine Erfahrungen als Wolfsbotschafter und Großkarnivorenbeauftragter in Rheinland Pfalz. In unserem Bundesland gibt es insgesamt 32 Großkarnivorenbeauftragte, die zum einen als Ansprechpartner für die Bevölkerung dienen, wenn möglicherweise ein Wolf oder Luchs gesichtet wurde und die zum anderen für die FAWF (Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt) ein Monitoring dieser beiden Arten durchführen.

 

Willi Faber berichtete unter anderem von einer Exkursion in die Slowakei, bei der die Teilnehmer sich im tiefen Schnee auf die Suche nach Wolfsspuren machten.

 

Bei den gefundenen Pfotenabdrücken von Wolf und Luchs war zu erkennen, dass ein Trittsiegel eine Länge von 8 bis 12 cm erreicht.

 

Trittsiegel, Kot, Urin, sowie Wildtiierrisse wurden für das Wolfmonitoring der Slowakei dokumentiert.

 

Derzeit leben in Deutschland etwa 60 Wolfsrudel mit jeweils 5 bis 8 Individuen. Demnach kommen wir auf rund 500 Wölfe. Rheinland Pfalz ist Wolfserwartungsland – hier gibt es bisher keinen sicheren Nachweis dafür, dass sich ein Wolf niedergelassen hat. Weitere Themen waren die Verbesserung des Herdenschutzes, das Entnehmen von Problemtieren aus der Natur und die Entschädigung von Tierhaltern aus deren Herden Tiere gerissen wurden.

 

An den Vortrag schloss sich eine angeregte Diskussion an, in der z.B. über die Bedeutung der Rückkehr des Wolfes für Beweidungen zu Naturschutzzwecken gesprochen wurde.